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12.05.25

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Holzwurm in Antiquitäten / Bauernmöbel

Bauernmöbel sind lebendige Zeugnisse ländlicher Wohnkultur. 

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie man einen Holzwurm erkennt, behandelt und sich der Nachbehandlung annimmt! 

Wie kommt der Holzwurm ins Möbel?

Der Holzwurm bevorzugt:

• Holzfeuchte über ca. 10 %
• eher kühle Räume
• unbehandelte oder weiche Holzbereiche
• Splintholz (z. B. Nussbaum, Eiche, Fichte)

Er tritt viel öfter auf in:
• Kellern
• Dachböden
• unbeheizten Räumen

Typische Merkmale:

• kleine runde Löcher (ca. 1–2 mm)
• frisches helles Bohrmehl
• weiche Stellen
• gelegentlich Knackgeräusche
sind

• Wichtig:
👉 helles Bohrmehl = meist aktiv
👉 dunkles Bohrmehl = früherer Befall
Tipp: Schwarzes Papier unter das Möbel legen – fällt feiner heller Staub herunter, arbeitet er noch.

Was tun ? Wie behandeln?


Behandlungsmöglichkeiten
Je nach Befall gibt es mehrere Wege:

1. Lokale Behandlung
• Holzwurm-Öl
• Injektion in die Fraßlöcher Gut geeignet wenn die Oberfläche empfindlich ist.

2. Kälte
• –18 bis –20 °C
• 10–14 Tage Sehr schonend – ideal für wertvolle Antiquitäten.

3. Wärme
• 60–70 °C
• mehrere Stunden tötet Larven sicher ab
Wichtig: Oberfläche kann reagieren – nur fachgerecht durchführen.

4. Fachgerechte Restaurierung
• Ausblasen der Gänge
• gezielte Behandlung nur in Befallszonen
• ohne Gift möglich


Detail (Pflege vorher & nachher) Vor der Behandlung
• Möbel reinigen
• Bohrmehl prüfen
• Standort analysieren
• Feuchtigkeit messen
• Test mit schwarzem Papier durchführen


Nach der Behandlung
• Möbel gut trocknen lassen
• Oberfläche regenerieren (Öl, Wachs)
• Raumfeuchte dauerhaft senken
• Möbel nicht an Außenwand stellen
• regelmäßige Kontrolle 

Ideale Wohnbedingungen:
• ca. 18–22 °C
• 40–55 % Luftfeuchtigkeits

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